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 Die Historie von Schloss Arenfels
 
Schloss Arenfels wurde 1258 von Gerlach von Isenburg als Burg direkt auf einen Felsen gebaut. Das erforderliche Baumaterial konnte somit gleich an Ort und Stelle gebrochen werden. Allerdings war der Wehrbau Gerlachs bei weitem nicht so groß wie das heutige Schloss.
 
Ein tiefabfallender Graben schützte die Burg nach Nordwesten hin. Die Nordost- und Ostseite der Anlage fand Schutz durch den starken und gut gelegenen Burgfried, der der Lage nach ebenfalls unverändert erhalten geblieben ist. Im Innenhof der Burg befindet sich immer noch der alte Ziehbrunnen, der bis auf den Grundwasserspiegel des Rheins herabreicht und der bei Belagerungen ein nicht zu unterschätzender Vorteil war.
 
Im 16. und 17. Jahrhundert gestaltete man die Burg in ein dreiflügeliges Schloss um, das sich zum Rhein hin öffnet. Bis ins 17. Jahrhundert gab es diverse Schlossherren, u.a. Erzbischof zu Köln Salentin von Isenburg. Ab 1670 wurde unter dem Besitzer von der Leyen Arenfels mit beachtlichem Aufwand zu einem bevorzugten Sommersitz ausgebaut. Während des Jahres 1673 war Arenfels für kurze Zeit von Turrenne, dem bedeutendsten der Generale Ludwigs XIV besetzt. Nach dem Wiener Kongress verblieb dem Fürsten von der Leyen das stark verschuldete Arenfels. Er zog sich dorthin zurück. In dieser Zeit begann der stetige Zerfall des Schlosses.
 
Wieder aufwärts ging es ab dem Jahr 1848, als die Familie Westerholt Schloss Arenfels erwarb. Der Graf beauftragte niemand geringeren als den berühmten Kölner Dombaumeister Zwirner mit einem gigantischen Umbau, der das Renaissanceschloss zu einen Bau der Neugotik machte. Dieser Umbau dauerte von 1849 bis 1855.

Schloss Arenfels wird auch das "Schloss des Jahres" genannt, da es 365 Fenster, 52 Türen und 12 Türme besitzt. Sehenswürdigkeiten sind die berühmte dreistöckige Gusseisentreppe aus dem Jahr 1854, der prunkvolle Rittersaal, die Schlosskapelle, sowie viele Gemälde, Statuen und Säle.
Im Oktober 2006 verkaufte die Familie von Geyr das Schloss an Timo Koch und Klaus Brodbeck, die Gästen und Firmen das Schloss mit täglichem Gastronomiebetrieb, Veranstaltungen und Seminaren erlebbar machen.
 


 
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